05.02.2020
Anspruch und Wirklichkeit

Wie weit Anspruch und Realität, Planung und Umsetzung, im letzten
Jahrzehnt auseinanderliegen, demonstriert eindrucksvoll dieser
Mainpost-Artikel „Zell (noch) im Dornröschenschlaf“ aus dem Jahr 2005.
Er skizziert den Fahrplan für Zell bis zum Jahr 2020.

Unter dem damaligen Bürgermeister Franz Nagelstutz wurde in diesem
Jahr Zell in das Städtebauförderprogramm aufgenommen. Dies gelingt
nicht jeder Gemeinde. Es ist eine Auszeichnung, aber auch eine
Verpflichtung. In einem genehmigten Antrag steckt viel Arbeit, die der
Gemeinde und die der Regierung von Unterfranken.
Besonders betrüblich war es deshalb, daß die im Jahr 2003 initiierte
Altortsanierung in Zell ab 2009 weitgehend zum Erliegen gekommen ist.
Die später ebenfalls in das o.g. Förderprogramm aufgenommenen
Gemeinden Margetshöchheim und Thüngersheim haben dagegen diese Chance
konsequent ergriffen und zeigen, was auf dieser Grundlage auch für
Zell möglich gewesen wäre.

Lesenswert auch die wohlwollende, begeisterte Kommentarkolumne von
Eva-Maria Kess. Hier ein Auszug aus „Mutig, aber notwendig“:

. . . es wäre schade um das Potential der schönen alten Häuser, der
idyllischen Höfe, der Nähe zum renovierten Juwel Kloster Oberzell und
der Lage am Main. Mit einem durchdachten Programm kann Zell, das
schlummernde Dornröschen, endgültig wach geküsst werden und wieder wie
einst … glänzen.

Wie würde Eva-Maria Kess im Jahr 2020 die Ortsentwicklung und die
Leistung der letzten 15 Jahre beschreiben?

Dornröschen (jetzt) im Koma?
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